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Die letzten Beiträge des Themas - Stierkampf
Autor Nachricht
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Ich wünschte, er hätte mindestens einen dieser perversen Zuschauer tödlich erwischt! Das habe ich auch öffentlich gesagt und gleichzeitig den lieben Gott um Verzeihung gebeten!
Die Zuschauer dieses Spektakels verdienen es nicht anders... :evil:

Obwohl angeblich der Stier bei diesem Festival nicht sterben sollte....aber vielleicht bei einem anderem Stierkampf... :evil:
Beitrag Verfasst: Sa Aug 28, 2010 20:33
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Ich kann mich Deinen Worten nur anschliessen...
Beitrag Verfasst: Do Aug 26, 2010 20:35
  Betreff des Beitrags:  Re:  Mit Zitat antworten
Caro hat geschrieben:
30 Verletzte, unter ihnen ein 10jähriges Kind, sind das Reslutat dieser Flucht des Stiers aus der Arena von Trafalla in Navarra.

Nach ca. 15 Minuten gelang es einer Gruppe von 20 Männern, den Stier mit einem Seil festzubinden und zu töten.


Mir wäre es lieber gewesen, die 30 Idioten wären tot und der Stier, dieser Held, dürfte bei mir auf der Weide grasen.



Caro hat geschrieben:
Nachruf für einen Helden

Ein Held wurde gestern geboren, ein einmaliger, beeindruckender Held, der durch Tapferkeit, dem Willen zur Freiheit ein bleibendes Monument der Lebenskraft schuf. Er war ein großartiger Kämpfer gegen Knechtschaft und Sklaverei, ein Vorbild, das den Kampf um seine Würde, die Verteidigung seines einmaligen und einzigartigen Lebens mit dem Tod büßte. Aufrecht kämpfend verlor er sein Leben, erlag der Übermacht, aber seinen Freiheitsgeist, seinen Willen zur Unabhängigkeit konnte niemand brechen.
Frei von jeder Schuld wurde er verurteilt und gnadenlos dem johlenden Pöbel zur Belustigung übergeben, einem Mob, der in seiner Beschränktheit seine Einmaligkeit, Würde, Kraft und Schönheit nicht einmal erahnen konnte. Angehörige dieses Pöbels versteinern vor Schreck, erzittern vor Angst, stehen sie diesem Giganten Auge in Auge gegenüber, wenn sie nicht durch eine schützende Gefängnismauer von ihm getrennt sind.
Behalten wir ihn so in Erinnerung, wie er für die Freiheit starb, gedenken wir seiner in tiefer Trauer und richten uns in unserer Verzagtheit an seiner Willensgröße auf. Möge er allen freiheitsliebenden Wesen ein ewiges Vorbild bleiben, wie er in auswegloser Lage verzweifelt gegen seine Peiniger kämpfte – der wunderbare Stier, der gestern aus einer Arena auf die Zuschauerränge des Pöbels sprang und dort als Held ermordet wurde.

20.8.2010 Gunter Bleibohm


Dem schließe ich mich gerne an.

Dieser Stier hatte ein ganz großes Herz. Seine Lebensfreude war deutlich sichtbar. Er wollte nur leben. Aber dieses Dreckspack hat ihn ermordet. Ich könnte kotzen. Soll diese Mörder und ihr Publikum der Teufel holen, notfalls in Form von Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger.

Ich scheiße auf euer Grab.
Beitrag Verfasst: Do Aug 26, 2010 00:04
  Betreff des Beitrags:   Mit Zitat antworten
Nachruf für einen Helden

Ein Held wurde gestern geboren, ein einmaliger, beeindruckender Held, der durch Tapferkeit, dem Willen zur Freiheit ein bleibendes Monument der Lebenskraft schuf. Er war ein großartiger Kämpfer gegen Knechtschaft und Sklaverei, ein Vorbild, das den Kampf um seine Würde, die Verteidigung seines einmaligen und einzigartigen Lebens mit dem Tod büßte. Aufrecht kämpfend verlor er sein Leben, erlag der Übermacht, aber seinen Freiheitsgeist, seinen Willen zur Unabhängigkeit konnte niemand brechen.
Frei von jeder Schuld wurde er verurteilt und gnadenlos dem johlenden Pöbel zur Belustigung übergeben, einem Mob, der in seiner Beschränktheit seine Einmaligkeit, Würde, Kraft und Schönheit nicht einmal erahnen konnte. Angehörige dieses Pöbels versteinern vor Schreck, erzittern vor Angst, stehen sie diesem Giganten Auge in Auge gegenüber, wenn sie nicht durch eine schützende Gefängnismauer von ihm getrennt sind.
Behalten wir ihn so in Erinnerung, wie er für die Freiheit starb, gedenken wir seiner in tiefer Trauer und richten uns in unserer Verzagtheit an seiner Willensgröße auf. Möge er allen freiheitsliebenden Wesen ein ewiges Vorbild bleiben, wie er in auswegloser Lage verzweifelt gegen seine Peiniger kämpfte – der wunderbare Stier, der gestern aus einer Arena auf die Zuschauerränge des Pöbels sprang und dort als Held ermordet wurde.

20.8.2010 Gunter Bleibohm
Beitrag Verfasst: Di Aug 24, 2010 02:24
  Betreff des Beitrags:  Toter Stier u. 30 verletzte Menschen der Arena von Trafalla  Mit Zitat antworten
30 Verletzte, unter ihnen ein 10jähriges Kind, sind das Reslutat dieser Flucht des Stiers aus der Arena von Trafalla in Navarra.

Nach ca. 15 Minuten gelang es einer Gruppe von 20 Männern, den Stier mit einem Seil festzubinden und zu töten.

Im Video kann man auch sehen, wie ein Kleinkind eilig weggerissen wird. Was haben Kinder, zudem noch so junge Kinder, auf einem Folterpaltz zu suchen? Erziehung zur Grausamkeit ist in Spanien ganz normal, aber was will man auch anderes erwarten, wenn die Regierung Stierkampf zum erhaltens- und schützenswerten Kulturgut erklärt.

Quelle: diariodenavarra.es


Quelle: http://www.sos-galgos.net/2010-08-19/30 ... falla.html
Beitrag Verfasst: Di Aug 24, 2010 02:23
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Caro hat geschrieben:
Die Erklärung stellt einen erheblichen Eingriff in die Meinungsfreiheit dar, denn nach dem Inkrafttreten des Dekrets, können Angriffe auf den Stierkampf mit Bussgeldern geahndet werden.


Das muss man sich mal vor Augen halten... !!!! Ich muss ehrlich sagen, sollte es in Spanien tatsächlich möglich sein, dass dieses Dekret (!) in Kraft tritt, bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich wirklich in solch einem Land leben möchte und ob ich nicht lieber ein paar Kilometer weiter nach Portugal ziehen werde...
Beitrag Verfasst: Mo Apr 12, 2010 17:55
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Madrider Region stellt Stierkampf unter Schutz

Montag, 12. April, 2010 16:58 Uhr
Von:"Stop Corrida" <stop.corrida@dbmail.com>

Liebe TierfreundInnen,

Die Präsidentin der Madrider Regionalregierung Esperanza Aguirre hat ihre Ankündigung wahr gemacht und von ihrem Parlament den Stierkampf zum Kulturerbe erklären lassen. Die Bürger der Madrider Region haben jetzt ein Jahr Zeit, ihre Meinung dazu zu äußern, bevor ein entsprechendes Dekret offiziell verkündet wird.
Die Erklärung stellt einen erheblichen Eingriff in die Meinungsfreiheit dar, denn nach dem Inkrafttreten des Dekrets, können Angriffe auf den Stierkampf mit Bussgeldern geahndet werden. Auch den Steuerzahlern kommt die Verfügung teuer zu stehen, da der Schutz dieses abscheulichen "Kulturguts" nun öffentlich gefördert werden kann. Das wurde natürlich auch schon vorher getan, doch nun müssen diese Zuwendungen nicht mehr getarnt werden.
Mit diesem Vorstoß heizte die Madrider Lokalmatadorin die Debatte über den Stierkampf in Spanien weiter an, was uns ja nur recht sein kann. Wie sich das Vorpreschen der auf die Debatte um das Stierkampfverbot in Katalonien auswirkt, ist schwer zu sagen. Sicherlich wird es einigen katalonischen Abgeordneten sauer aufstoßen, dass Madrid sich nun als Speerspitze für den nationalen Schutz der Corrida aufschwingt. Die spanischen Tierschutzorganisationen werden sicherlich nicht das letzte Mal, wie am 28.3.2010 in Madrid, auf die Strasse gehen und den Stierquälern, denen jedes Jahr Tausende von Stieren zum Opfer fallen, Paroli bieten. Dazu brauchen unsere spanischen Freunde unsere Unterstützung, indem wir bei jeder Gelegenheit gegen das perverse spanische Volksvergnügen protestieren und den Apologeten des Stierkampfs auf die Füsse treten..
Quellen: sos-galgos.net und Spaniens Allgemeine Zeitung

Unterstützung erhielten wir von einem in Los Angeles lebenden Künstler. Er heißt Larry Torro und stellt jedem frei, sein neuestes Werk, das die Rollen im Stierkampf einfach umkehrt, unverfälscht zu verwenden. In Kalifornien ist das Bild schon häufig auf T-Shirts zu sehen. Auch ALF wird es bald veröffentlichen, auf deren Webseite schon eine andere Grafik von Larry Torro zu sehen ist, die sich in ähnlicher Weise gegen Hundekämpfe wendet. Vielen Dank an Larry Torro für seine engagierten Kunstwerke!

Herzliche Grüsse aus Südfrankreich
Anke und Karl Daerner
www.stop-corrida.info
Beitrag Verfasst: Mo Apr 12, 2010 17:50
  Betreff des Beitrags:   Mit Zitat antworten
Feria de Pâques - Internetportal EspritAzur widerspricht
Montag, 5. April, 2010 21:23 Uhr
Von:"Stop Corrida" <stop.corrida@dbmail.com>

Die Nachricht enthält Anhänge
1 Datei (42KB)

* EspritAzur.docEspritAzur.doc


Liebe TierfreundInnen,

Infolge unseres Berichtes in unserem letzten Newsletter über einen Artikel des Internetportals EspritAzur, der die Feria de Pâques von Arles zum Gegenstand hatte, erhielten wir von dem Herausgeber des Portals ein empörtes Email, in dem er uns der Beleidigung, der Verleumdung und der üblen Nachrede bezichtigt und deswegen gerichtliche Schritte einleiten möchte. Die Anschuldigungen des Herausgebers und unsere Antwort darauf, können Sie in der beigefügten Word-Datei lesen.

Der Herausgeber dieser Webseite ist ebenfalls sehr über Zuschriften verärgert, die ihn aufgrund unserer Veröffentlichung erreicht haben und die laut seinen Angaben beleidigenden Charakter haben. Sollte dieses zutreffen, bitten wir die Verfasser, diese Äußerungen zurückzunehmen. Auf Wunsch des Herausgebers bitten wir ebenfalls, keine Emails mehr an ihn zu schicken. Er betonte in seiner Mail, dass er „erklärter Stierkampfgegner und Tierfreund“ sei und keine Kenntnis davon hatte, dass in Arles blutige Stierkämpfe stattfinden.Alles Weitere lesen Sie bitte in der Anlage.

Uns ist keinesfalls an einer Eskalierung der Angelegenheit gelegen. Wir sind eher daran interessiert, dass die Webseite EspritAzur im Sinne ihres Herausgebers am Kampf gegen die Corrida teilnimmt.

Wir hoffen, dass Sie die Osterfeiertage gut verbracht haben und grüssen Sie herzlich aus Südfrankreich.
Anke und Karl Daerner
http://www.stop-corrida.info



hier die Inhalte der Word-Datei:
Code:

Sehr geehrte Frau Daerner und sehr geehrter Herr Daerner,
Sie haben in einer Rundmail mich als Portalinhaber von EspritAzur öffentlich bezichtigt, den Tierschutz zu missachten, blutige Stierkämpfe zu verharmlosen und bewußt zu versuchen, unsere Mitglieder dahingehend zu täuschen, um versteckte Werbung für die Veranstalter blutiger Stierkämpfe unterzubringen.
Da ich selbst erklärter Stierkampfgegner und Tierfreund bin und ich nach gestriger Rücksprache mit dem mit mir befreundeten Autorenpaar mich von den nach bestem Wissen recherchierten Inhalten überzeugt habe, erfüllen Sie mit Ihrer Rundmail den Straftatbestand der Beleidigung, der Verleumdung und der üblen Nachrede.
Wie konnten Sie nur öffentlich dazu aufrufen, gegen mich zu protestieren, ohne sich vorher von meiner Lauterkeit überzeugt zu haben ? Das ist nun nicht nur strafrechtlich relevant sondern auch ein äußerst unseriöses und schäbiges Vorgehen, mit dem Sie dem Tierschutz letztlich keinen Gefallen tun werden. Mir und den Autoren, die auch die Meinung von Besuchern der Corida eingeholt hatten, war zu keiner Zeit bekannt, daß es in Arles blutige Stierkämpfe geben könnte. In dem Falle wäre der Artikel auch nicht auf EspritAzur erschienen.
Hätten Sie mich freundlich auf die Thematik angesprochen, wäre ich umgehend in Dialog mit Ihnen getreten, denn Hinweise zu blutigen Stierkämpfen haben auf EspritAzur keinen Platz. Zwar werden wir auch jetzt den Beitrag berichtigen, bzw. entfernen, wenn sich bewahrheitet, daß in Arles Stiere getötet werden. Stellen Sie sich vor, Sie hätten mir sachliche Nachweise über Stiertötungen geliefert – ich wäre sicher sofort bereit gewesen, ihnen in unserer Rubrik « Tiere & Tierisches » Gelegenheit zu geben, auf diese Mißstände hinzuweisen.
Da Sie mir gegenüber jedoch ungeprüft verleumderisch vrogegangen sind, haben Sie nun jedoch mein Vertrauen und den freundlichen Dialog mit mir durch Ihre unkluge Aktion völlig verspielt !
Ich fordere Sie auf, umgehend eine Richtigstellung an den selben Adressatenkreis zu versenden, der ihre Rundmail erhalten hat und mit einem der beiden Autoren, Herrn Michael Chevalier (Michael.Chevalier@EspritAzur) in Kontakt zu treten, der den Artikel nach sachlicher Prüfung entsprechend berichtigen wird.
In Ihrer Richtigstellung sollten Sie ebenfalls dazu aufrufen, die seitens Ihrer Empfänger boshaften bereits an mich gesandten Mails mir gegenüber zurückzunehmen, da diese sich bereits ebenfalls strafbar gemacht haben.
Unseren deutschen Generalkonsul in Marseille werde ich über Ihr Vorgehen in Kenntnis setzen, zumal Sie ebenso falsch behauptet haben, EspritAzur würde von diesem gesponsort um damit bei Ihren Rundbrief-Lesern den Eindruck zu erwecken, EspritAzur nutze den Deckmaltel des Generalkonsulates, um Tiertötungen zu bewerben. Auch hier dürfte sich ein strafrechtlich relevanter Aspekt seitens des Generalkonsultes ergeben, wenn Sie ihre Richtigstellung nicht versenden sollten.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten MARTIN
EspritAzur Portalbetreiber und Président Association EspritAzur


Code:
Sehr geehrter Herr Martin,
Wir bedauern sehr, dass unsere Kritik an ihrem Artikel Sie persönlich verletzt hat. Es war keineswegs unsere Absicht Sie persönlich zu treffen, denn es ging uns ausschließlich um den Inhalt des Artikels. Da Sie sich selbst als erklärten Stierkampfgegner und Tierfreund bezeichnen, können wir uns jetzt sehr gut vorstellen, dass unsere Kritik Sie besonders getroffen hat.
Im Folgenden möchten wir uns mit den wichtigsten Punkten Ihrer Einwendungen in sachlicher Form auseinander setzen. Wir haben kein Interesse daran, unsere Auseinandersetzung vor Gericht zu zerren, was der Sache des Tierschutzes, die Ihnen, wie Sie versichern, ebenfalls am Herzen liegt, nicht zuträglich ist. Uns wäre eher daran gelegen, dass auf Ihrer Webseite der Kampf gegen die Corrida einen angemessenen Platz findet.
Nun zu den einzelnen Punkten Ihrer Erwiderung, die wir hier auszugsweise zitieren:
•   „Sie haben…mich … bezichtigt, den Tierschutz zu missachten, blutige Stierkämpfe zu verharmlosen und bewußt zu versuchen, unsere Mitglieder dahingehend zu täuschen, um versteckte Werbung für die Veranstalter blutiger Stierkämpfe unterzubringen.“ Kommentar: Wir haben geschrieben, dass es sich bei dem Artikel um eine dreiste Schleichwerbung handelt. Wir hätten besser schreiben müssen, dass in Ihrem Artikel ein Link veröffentlicht wurde, der direkt auf die Webseite der Veranstalter der blutigen Stierkämpfe führt. Daran gibt es keinen Zweifel.
•   „Da …ich nach gestriger Rücksprache mit dem … Autorenpaar mich von den nach bestem Wissen recherchierten Inhalten überzeugt habe, …“ Kommentar: Als Chefredakteur von EspritAzur haben Sie offensichtlich den Link zu der Stierkampf-Webseite übersehen. Der Autor muss sich doch von dem Inhalt dieser Webseite, die das volle Programm der Stierkämpfe von Arles mit Angabe der einzelnen Toreros und den Stieren, die sie massakrieren wollen, gelesen und überzeugt haben?
•   „Wie konnten Sie nur öffentlich dazu aufrufen, gegen mich zu protestieren, ohne sich vorher von meiner Lauterkeit überzeugt zu haben?“  Kommentar: Wir zweifeln keineswegs an Ihrer Lauterkeit. Mit unserem Artikel bewerten wir nicht Ihre Person oder die des Verfassers. Unsere Kritik betrifft den Inhalt des Artikels.  Das Wort „protestieren“ kommt übrigens in unserem Text nicht vor.
•   „Mir und den Autoren, die auch die Meinung von Besuchern der Corida eingeholt hatten, war zu keiner Zeit bekannt, daß es in Arles blutige Stierkämpfe geben könnte...“  Kommentar: Aus Ihrer Webseite geht hervor, dass Sie und der Autor in Südfrankreich wohnen. Ihre Internetseite beschäftigt sich mit Ereignissen und Veranstaltungen aller französischen Departments im Mittelmeerraum. Für Ihre Recherchen ziehen Sie sicherlich alle wesentlichen Presseorgane und Internetportale Südfrankreichs und auf nationaler Ebene heran. Es ist schwer zu verstehen, dass Ihnen entgangen ist, dass in Arles  - neben Nïmes und Bayonne eine Hochburg der blutigen Corrida - Stiere grausam zu Tode gequält werden. In etwa 60 südfranzösischen Städten (darunter auch Fréjus, in Ihrer unmittelbaren Nähe) findet dieses abscheuliche Spektakel statt, wie in allen einschlägigen Veranstaltungskalendern zu lesen ist. -  Die Corrida ist eines der meist diskutierten Themen der französischen Gesellschaft. Bei der Diskussion über das Verbot der Corrida im katalonischen Parlament war der Bürgermeister von Arles einer der wichtigsten Fürsprecher des Massakers. Selbst in Ländern, in denen es keine Stierkämpfe gibt, ist das Thema in die Schlagzeilen geraten, zumal die Stierquäler ihr Spektakel als UNESCO-Kulturerbe erklären lassen wollen und in Katalonien das Verbot droht. Darüber haben Sie nichts erfahren?
•   „Zwar werden wir auch jetzt den Beitrag berichtigen, bzw. entfernen, wenn sich bewahrheitet, daß in Arles Stiere getötet werden.“  Kommentar: Der von Ihnen zitierte Link auf die Stierkampf-Webseite lässt keinen Zweifel offen. Eine Berichtigung des Artikels wäre sehr zu begrüßen, dagegen eine Entfernung zu bedauern.
•   Ich fordere Sie auf, umgehend eine Richtigstellung an denselben Adressatenkreis zu versenden, der ihre Rundmail erhalten hat und mit einem der beiden Autoren, Herrn Michael Chevalier (Michael.Chevalier@EspritAzur) in Kontakt zu treten, der den Artikel nach sachlicher Prüfung entsprechend berichtigen wird. Kommentar: Wir werden Ihre Mail als Gegendarstellung zu unserer Rundmail an unseren Verteilerkreis senden und unsere Antwort darauf hinzufügen. Damit können sich alle Empfänger unseres Newsletters ein eigenes Bild von unserer Auseinandersetzung machen. Wir hätten auch nichts gegen eine Veröffentlichung auf Ihrer Webseite einzuwenden, Eine Kontaktaufnahme unsererseits mit Herrn Chevalier erübrigt sich, da Sie ihn sicherlich auf dem Laufenden halten.
•   „In Ihrer Richtigstellung sollten Sie ebenfalls dazu aufrufen, die seitens Ihrer Empfänger boshaften bereits an mich gesandten Mails mir gegenüber zurückzunehmen, da diese sich bereits ebenfalls strafbar gemacht haben.“ Kommentar: Ob die von Ihnen vorgenommene Bewertung der Ihnen zugesandten Mails zutrifft, können wir nicht beurteilen. Für uns stellen sachliche Kritiken, selbst wenn sie Empörung ausdrücken, keine Beleidigungen dar. Falls Ihre Anschuldigungen zutreffen und die Zuschriften diesen Rahmen überschreiten, sind wir damit nicht einverstanden. 
•   „Unseren deutschen Generalkonsul in Marseille werde ich über Ihr Vorgehen in Kenntnis setzen, zumal Sie ebenso falsch behauptet haben, EspritAzur würde von diesem gesponsort um damit bei Ihren Rundbrief-Lesern den Eindruck zu erwecken, EspritAzur nutze den Deckmaltel des Generalkonsulates, um Tiertötungen zu bewerben. Auch hier dürfte sich ein strafrechtlich relevanter Aspekt seitens des Generalkonsultes ergeben, wenn Sie ihre Richtigstellung nicht versenden sollten.“ Kommentar: Ihre wage Konstruktion, die Unterstützung durch die genannten Institutionen mit den Tiertötungen in Verbindung zu bringen, weisen wir zurück. Die Logos des Generalkonsulats und des Goetheinstituts auf Ihrer Webseite weisen daraufhin, dass Sie die Unterstützung und das Wohlwollen der beiden Institutionen genießen, wogegen nichts einzuwenden ist. Die Erwähnung der Namen diente uns nur dazu, die Bedeutung Ihrer Webseite hervorzuheben. Den Begriff „sponsern“ haben wir im weitesten Sinne ausgelegt und berichtigen ihn hiermit.
Noch ein Wort zu den Course Camarguaise, auf die Sie in Ihrem Artikel hinweisen und die Sie als „unblutige provenzalische Version des spanischen Stierkampfes“ beschreiben: Unter dem Gesichtspunkt des Tierschutzes sind diese keinesfalls unproblematisch. Es ist richtig, dass die Tiere dabei nicht gefoltert und getötet werden. Jedoch werden die Tiere bei diesen Stierrennen wie beim Rodeo einem erheblichen Stress ausgesetzt. Dieser Stress entsteht dadurch, dass die Tiere oft bis zur Erschöpfung durch die Arena gehetzt werden. Nicht selten werden die Tiere dabei verletzt und es geht nicht nur mit „kleineren Risswunden oder einigen blauen Flecken“ ab, wie eine andere, ebenfalls von Ihnen zitierte Webseite beschreibt. Für Tierfreunde sind diese Veranstaltungen gleichermaßen nicht tolerierbar.
Um sich umfassend über die üblen Praktiken des Stierkampfs zu informieren, empfehlen wir Ihnen nun die Webseiten der französischen Anticorrida-Verbände zu besuchen. Zwei von ihnen, der Fédération des Luttes pour l'Abolitition des Corridas und dem Comité Radicalement Anti Corrida, die uns in unserem Kampf unterstützen, gehören wir an.
In unserem Kampf gegen die Barbarei des Stierkampfs werden wir von vielen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützt. Besonders freuen wir uns, dass wir die Unterstützung der Besitzerin des Luxushotels Negresco Madame Augier in Nizza genießen, die sehr couragiert  in ihrem Hotel ihre Abneigung gegen die Corrida zum Ausdruck bringt. Da Sie in Nizza wohnen, könnten Sie leicht für eine Reportage mit ihr Kontakt aufnehmen.   
In Erwartung einer gütlichen Beilegung des Konflikts verbleiben wir mit freundlichen Grüssen
Anke und Karl Daerner
Beitrag Verfasst: Di Apr 06, 2010 01:53
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Liebe TierfreundInnen,

Ostern ist für Stiere kein Feiertag. An diesen Feiertagen eröffnen die französischen Stierquäler alljährlich ihre Saison, der in jedem Jahr rund 1300 Stiere zum Opfer fallen. Den Reigen eröffnet die provenzalische Stadt Arles mit der Feria de Pâques, zu der Tausende von aficionados strömen, um sich an dem blutigen Spektakel zu ergötzen. Von Karfreitag bis Ostermontag werden an vier Tagen 48 Stiere hingemetzelt. Die Stierkämpfe in Arles sind nicht mit den provenzalischen Stierrennen, den sogenannten unblutigen Stierkämpfen, zu verwechseln: Es handelt sich um Corridas, bei der die Stiere nach spanischem Ritual zu Tode gequält werden.

Das vom deutschen Generalkonsulat und dem Goethe-Institut gesponserte deutschsprachige Internetportal EspritAzur erweckt in einem Artikel den Eindruck, dass es bei der Feria von Arles nur unblutige Stierkämpfe gibt und blendet die blutigen Stierkämpfe von Arles völlig aus. Anstatt vor den richtigen Stierkämpfen zu warnen, wird verharmlost und für den Besuch der Feria,bei der blutige Stierkampf im Mittelpunkt steht, geworben. Wie verlogen das ist, zeigt ein Link, der die Besucher direkt auf eine Webseite der Veranstalter der Stierkämpfe von Arles mit dem vollen Programm umleitet. Die Gelegenheit, diese dreiste Schleichwerbung zu kommentieren, sollten Sie nicht ungenutzt lassen, auch wenn es sich um einen Artikel aus dem Jahr 2009 handelt.

Auch wenn die französischen Stierquäler noch auf dem hohen Ross sitzen, sind sie doch von den Ereignissen in Spanien stark beunruhigt. Nicht nur in Katalonien sondern auch in Madrid, in der Höhle des Löwens, regt sich der Widerstand gegen den Stierkampf. Am vergangenen Sonntag fand in der spanischen Hauptstadt eine Anticorrida-Demo statt, an der weit mehr als 20.000 Tierschützer aus ganz Spanien teilnahmen. Die Demo richtete sich gegen die Pläne der regionalen Regierungen von Madrid, Murcia und Valencia, das Stiermassaker zum Kulturerbe zu erklären. Selbst in den Medien der Stierkampfländer Spanien und Frankreich wurde überraschend positiv darüber berichtet. Ein Augenzeugenbericht und eine Video-Reportage bei SOS Galgos vermitteln Ihnen einen lebendigen Eindruck von der Demo, die unter dem Motto "Folter ist keine Kultur" stand.

Nicht nur über den Erfolg dieser Demo müssen sich unsere Gegner beunruhigen, sondern auch über eine Initiative in der Region von Madrid, die ein offizielles Volksbegehren, das ähnlich wie in Katalonien das regionale Parlament auffordern soll, den Stierkampf in der Madrider Region zu verbieten. Mit diesem Referendum kann bewiesen werden, dass selbst in der Hochburg der Corrida eine erhebliche Abneigung gegenüber der Folter in den Arenen besteht. Nur die Politiker haben noch nicht bemerkt, dass die Anhänger von Traditionen, die auf der Folter von Tieren basieren, immer mehr in die Minderheit geraten und dass sie sich nur auf Zuwendungen mafioser Kulturbanausen und Geschäftemacher verlassen können, die brutal über Tierleichen gehen.

Mit herzlichen Grüssen aus dem Süden wünschen wir Ihnen ein frohes Osterfest
Anke und Karl Daerner
http://www.stop-corrida.info
Beitrag Verfasst: Do Apr 01, 2010 22:05
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Nicole hat geschrieben:
Ich hatte vorhin ca. 40 Mal abgestimmt, aber das Ergebnis nicht mal um 0,01 % beeinflussen können.


Das ehrt Dich natürlich, aber meist ist die Software einer Abstimmung so eingerichtet, dass eine IP nur ein Mal in einer gewissen Zeit gezählt wird (oft kann man alle 3 Std. neu klicken, und die Stimme wird gezählt) :wink:
Beitrag Verfasst: Do Apr 01, 2010 21:57
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Ich hatte vorhin ca. 40 Mal abgestimmt, aber das Ergebnis nicht mal um 0,01 % beeinflussen können.
Beitrag Verfasst: Fr Mär 26, 2010 20:26
  Betreff des Beitrags:  Verteilermail von "Stop Corrida"  Mit Zitat antworten
Umfrage zum Stierkampf-Verbot im katalonischen Fernsehen


Liebe TierfreundInnen,

bitte stimmen Sie bei einer Umfrage zum Stierkampf-Verbot im katalonischen Fernsehen zu der Frage "Soll das katalonische Parlament den Stierkampf verbieten?" mit "Si" (ja) ab und vergessen sie nicht, auf "envia" (abschicken) zu klicken:
http://www.tv3.cat/enquesta/31732/El-Pa ... s-de-toros

Wir sind bisher leider in der Minderheit. Bitte geben Sie diesen Aufruf weiter, damit das Ergebnis umkippt! Vielen Dank!

Herzliche Grüsse aus dem Süden
Anke und Karl Daerner
www.stop-corrida.info
Beitrag Verfasst: Fr Mär 26, 2010 18:14
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Auch der Dalai Lama hat die Abgeordneten im Parlament von Katalonien gebeten, dass Sie das Verbot der Stierkämpfe in Katalonien unterstützen.

So hat er es in einem Brief zu ADDA (Associació pels Drets dels Animals) geschrieben, und die spanischen Zeitungen haben am 19. Februar 2010 darüber berichtet, z.B.die "AVUI":

http://www.avui.cat/cat/notices/2010/02 ... _88538.php
Beitrag Verfasst: So Mär 21, 2010 03:18
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Liebe TierfreundInnen,

nach schönstem Frühlingswetter sind wir heute Morgen von heftigen Schneefällen überfallen worden, und es schneit immer noch. Bevor die Stromversorgung durch den nassen Schnee zusammenbricht, möchten wir Ihnen den folgenden Bericht zum Lesen geben.



Stierkampf-Debatte in Katalonien beunruhigt französische Stierquäler

Die Gesetzesinitiative zu einem Stierkampfverbot in Katalonien lässt die französischen Stierquäler nicht mehr ruhig schlafen. Bisher saßen sie auf dem hohen Ross und wähnten sich unangreifbar, da sie doch den Schutz von Präsident Sarkozy und seiner Regierung genießen, deren wichtigsten Minister begeisterte und bekennende Stierkampffans sind. Dass ausgerechnet in Spanien, dem Ursprungsland der Corrida, über die Abschaffung des Stierkampfs diskutiert wird, muss sie sehr schockiert haben. Besonders den nordkatalonischen aficionados aus dem französischen Teil Kataloniens ist der Schreck in die Glieder gefahren. Sie fürchten nun, die spanische Kulturschande in Katalonien allein und völlig isoliert aufrecht erhalten zu müssen. Die französischen Stierquäler verspüren, dass bald der politische Schutz nicht mehr ausreicht, wenn die bisher passive Ablehnung durch die Mehrheit der Bevölkerung, wie mit dem Referendum im spanischen Katalonien geschehen, einen politischen Ausdruck findet.



In der letzten Woche ist das Projekt des Stierkampfverbots in Katalonien mit der Anhörung von Stierkampfbefürwortern und -gegnern durch das katalonische Parlament in die heiße Phase übergegangen. Es mutet schon seltsam an, dass als Verteidiger des Stierkampfs ausgerechnet drei prominente französische Stierkampfbefürworter vom katalonischen Parlament vorgeladen wurden - vielleicht in Ermangelung von Stierkampfpromis aus der eigenen Region? Die katalonischen Abgeordneten waren sicherlich sehr davon beeindruckt, dass die französischen Stierkampfexperten ihre Plädoyers in französischer und nicht in katalonischer Sprache gehalten haben. Hätten sie jedoch Spanisch, der Lingua franca der Stierquäler, gesprochen, die sie sicherlich gut beherrschen, hätten sie sich ihren Auftritt vor den nach Autonomie bestrebten katalonischen Parlamentariern sparen können. Begleitet wurde die Intervention der französischen Stierkampfvertreter mit einem offenen Brief „aller“ französischen Pro-Stierkampfpolitiker an das katalonische Parlament. Peinlich, denn drei der angeblichen Unterzeichner unterstützten die Initiative aus dem Jenseits, sechs Bürgermeister und 19 Abgeordnete sind schon lange nicht mehr im Amt , sieben Abgeordnete wurden zweimal aufgeführt und zwei sind erklärte Gegner der Corrida!



In ihren Ausführungen gebärdeten sich die Franzosen als Gralshüter der spanischen Corrida und faselten von althergebrachter Stierkampftradition in ihrem Lande. Dabei verschwiegen sie wohlweislich, dass die Corrida ein pures Importprodukt ist, das zudem noch vor rund 160 Jahren mit einem Gesetzesbruch in Frankreich eingeführt wurde: Napoleon III. konnte dem Wunsch seiner frisch angetrauten spanischen Gattin Eugénie de Montijo nicht widerstehen, zur Begrüßung auf französischem Boden in der Stadt Bayonne einer Corrida beiwohnen zu wollen. Das störende Tierschutzgesetz wurde ihr zuliebe kurzerhand abgeschafft. Seitdem ist die Geschichte der Corrida in Frankreich vom wechselnden Verbot und Wiederzulassung geprägt. Im Jahre 1950 wäre sie beinahe ganz abgeschafft worden, wenn nicht in letzter Minute die Stierkampfveranstalter eine Ausnahmeregelung zum Tierschutzgesetz für die Corrida durchgesetzt hätten. Stierkämpfe werden in diesem Gesetz zwar als Tierquälerei angesehen, jedoch von den Strafbestimmungen ausgenommen, wenn für sie eine „ununterbrochene lokale Tradition“ nachgewiesen werden kann. Seitdem beschäftigten sich damit unzählige Gerichte, diese drei Begriffe zu interpretieren, und jedes Mal wurde gegen die Leid geprüften Stiere entschieden.



Mit der Entwicklung in Katalonien beginnt es im französischen Stierkampfimperium zu bröckeln. Umfragen zeigen, dass die Bevölkerung es nicht mehr als schick ansieht, wie dazumal Picasso und Jean Cocteau sich in den von der mediterranen Sonne durchströmten Arenen Südfrankreichs an dem blutigen Gemetzel ergötzten. Die Mehrheit der Franzosen lehnt den Stierkampf rundweg ab und nur im Süden duldet die Bevölkerung, allerdings ohne großes Interesse, das grausame Spektakel. Gäbe es in Frankreich wie in Katalonien die Möglichkeit, mit einem Referendum über das Schicksal der Corrida zu entscheiden, bestünde kein Zweifel über dessen Ausgang. So können die Politiker weiterhin lavieren; sie haben sowieso nicht viel zu entscheiden, denn der Ober-Aficionado im Elysee-Palast lässt sich das letzte Wort nicht nehmen.



Was bleibt den französischen Stierquälern anderes zu tun, als die Flucht nach vorne zu wagen und für den Stierkampf die höheren Weihen der UNESCO zu fordern. Ihr Projekt, den Stierkampf als Immaterielles Kulturerbe von der UNESCO schützen zu lassen, wird bald der Regierung, die das Vorschlagsrecht dazu gegenüber der UNESCO hat, unterbreitet werden. Die französischen Stierkampf-Organisationen möchten, dass ihre Regierung sich an die Spitze dieses Projekts setzt, dem alle Länder, in denen Stierkämpfe praktiziert werden, mit einem gemeinsamen Antrag folgen können. Wird nun die französische Regierung, alle parlamentarischen Kontrollen umgehend und gegen die gegensätzliche Meinung ihrer Bevölkerung, als erste wagen, den Schutz des Stiermords vor der ganzen Weltöffentlichkeit zu beantragen? Wir sind gespannt! Eine Regierung, die zulässt, dass ihr Botschafter anlässlich des Erscheinens der spanischen Ausgabe einer französischen Corrida-Zeitschrift einen großen Empfang für die gesamte spanische und französische Corrida-Prominenz gibt, lässt nichts Gutes erwarten.



Bleibt noch ein Wort über die französischen Sozialisten zu verlieren, unter denen es nicht wenige gibt, die keinen Hehl über ihre widerliche Leidenschaft machen. Es ist schwer zu erklären, warum gerade sie einem Spektakel anhängen, dem eindeutig faschistische Züge anhaften. „Die Corrida ist die Cousine des Faschismus, ein schwachsinniges Kind einer schwärmerischen Männlichkeit, die ihre Anhänger verleitet, den Tod zu küssen und sie auffordert, eine Lebensweise anzunehmen, die nach Kadavern stinkt.“ Vor dem spanischen Bürgerkrieg verbot die aus freien Wahlen hervorgegangene spanische Republik den Stierkampf. Franko ließ ihn wieder als Fiesta nacional aufleben und benutzte ihn, sich selbst im Kreise der Toreros als Nationalheld zu feiern. Das benachbarte Vichy-Regime in Frankreich ahmte ihm nach und zelebrierte die Corrida als Spektakel im Stile Leni Riefenstahls. Wenn der Stierkampf eine Tradition hat, ist sie ausschließlich in diesen Wurzeln zu suchen: Dominanz des Herrenmenschen und blutige Unterdrückung von Schwächeren!



Wie schön könnte man in Südfrankreich leben, wenn es dieses abscheuliche Gemetzel in den Stierkampfarenen nicht gäbe. Mit unserem lokalen Anticorrida-Komitee setzen wir uns seit 2002 dafür ein, dass der Stadtrat von Carcassonne den Stiermord nicht mehr finanziell unterstützt. Der im letzten Jahr neu gewählte Stadtrat beschloss kürzlich, dass von der Stadt nicht mehr wie bisher für den Stierkampf eine mobile Arena angemietet wird. Erstaunlich war, dass der Stierkampf begeisterte Bürgermeister von fast allen anderen Stadträten überstimmt wurde und diese Entscheidung akzeptierte. Leider kann die Stadt Stierkämpfe in ihren Mauern nicht verbieten, denn dazu fehlt die gesetzliche Grundlage. Ob der hiesige Stierkampf-Club die Mittel aufbringt, um weiterhin in Carcassonne Stiere zu Tode quälen zu können, ist die spannende Frage, auf deren Beantwortung wir nun warten.

Aus dem verschneiten Südfrankreich grüssen Sie herzlich
Anke und Karl Daerner
www.stop-corrida.info

Zitat:
Ca branle dans le manche

Quellen:
Stuttgarter Zeitung
SOS Galgos
FLAC
CRAC
Unanimus
Beitrag Verfasst: Mi Mär 10, 2010 00:27
  Betreff des Beitrags:  Re: Stierkampf  Mit Zitat antworten
Liebe TierfreundInnen,
stellen Sie sich vor, Ihre Kinder müssen im Unterricht an dem Pflichtfach "Stierkampf" teilnehmen. Das könnte bald in Madrid passieren, wenn die Madrider Regionalregierung den Stierkampf als schützendes Kulturgut erklärt. Außerdem kann dann jeder bestraft werden, der es wagt, den Stierkampf als blutiges Spektakel zu "verunglimpfen".
Lesen Sie bitte den folgenden Artikel, der über diese Ungeheuerlichkeit berichtet und kommentieren Sie auch den Artikel.
http://www.merkur-online.de/nachrichten ... 58794.html
Die spanische Zeitung El Mundo hat zu diesem Thema eine Umfrage ins Web gestellt. Die Frage lautet " Sind Sie damit einverstanden, dass Esperanza Aguirre (Regionalpräsidentin von Madrid) den Stierkampf zum Kulturgut erklärt?" Bisher besteht Stimmengleichheit von Stierkampfbefürwortern und -gegnern. Stimmen Sie bitte mit "No" gegen den Stierkampf und leiten Sie diesen Appell weiter !
http://www.elmundo. es/elmundo/ elmundo/debate/ 2010/03/2793/ prevotaciones279 3.html

Herzliche Grüsse aus dem Süden, wo der Schnee schmilzt und der Stierkampf ihm bald folgen sollte.
Anke und Karl Daerner
www.stop-corrida.info
Beitrag Verfasst: Mi Mär 10, 2010 00:22

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