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Stierkampf
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Autor:  Ashoka [ Mi Jun 26, 2002 16:28 ]
Betreff des Beitrags:  Stierkampf

Ich kenne nur die Plakate, auf denen auf die Stierkämpfe in Lagos und Albufeira hingewiesen wird. Selbst würde ich mir soetwas nie ansehen, auch wenn die Stiere angeblich nicht getötet werden.

Hat jemand schon mal einen Stierkampf in Portugal erlebt :?:

Wie laufen diese Stierkämpfe ab :?:

Informationen hierzu gibt es z.B. hier:

http://www.gabicontoria.pt/main-tauromaquia.htm

Autor:  belina [ Mi Jun 26, 2002 23:07 ]
Betreff des Beitrags: 

Bild

Autor:  Ashoka [ Mi Jun 26, 2002 23:15 ]
Betreff des Beitrags: 

*kotzwürg*

Die Frage ist nur, ob diese bestialische Tierquälerei auch in Portugal praktiziert wird oder ob das Foto aus Spanien stammt. Der dortige Stierkampf ist mir bekannt und ich verachte Menschen, die sich daran ergötzen können. :x Hoffentlich werden diese Verbrechen an den Stieren bald verboten. Was ist das für eine EU, die das hinnimmt :?: :cry: :(

Autor:  Christine [ Do Jun 27, 2002 00:21 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Apollo,
weil die EU sich einen Dreck um die armen Tiere schert!!
Ich würde auch niemals zu so einem Spektakel gehen. Jedesmal wünsche ich mir, dass der Stier diese Vollidioten aufspießt!

Liebe Grüße
Christine

Autor:  belina [ Do Jun 27, 2002 10:04 ]
Betreff des Beitrags: 

Mag der Stierkampf noch eine so lange Traditon haben, ich empfinde es als reine Tierquälerei :!:

Mich würde der Ursprung der Kämpfe interessieren. Leider habe ich noch nichts darüber gefunden.

Wisst ihr eigentlich daß auf vielen deutschen Webseiten über Portugal der Stierkampf unter Freizeitvergnügen läuft :?: :!: :!:

In der Regel werden die Stiere in Portugal nicht getötet.

Barrancos - die ewige Ausnahme
In der portugiesischen Stadt Barrancos, direkt an der portugiesisch-spanischen Grenze, werden die Stiere jedes Jahr bei der Corrida getötet. Veranstaltet wird in der Regel eine "Novillada". Das ist ein Stierkampf mit jungen, unerfahrenen Toreros, meistens ohne Picadores, die junge und leichtere Stiere töten. Für Barrancos wurde eine Ausnahme-Regelung erfunden, da es sich um eine "alte und ununterbrochene lokale Tradition" handelt. Die Strafe liegt hier nur bei 4.987,98 Euro bis 14.963,90 Euro, wenn die Tat von Einzelpersonen begangen wird. Sind mehrere Personen beteiligt, kostet der Stiermord zwischen 7.481,97 Euro und 39.903,80 Euro. Die Strafe wird in der Regel nicht bezahlt.

Diese Webseite in deutsch gibt einen guten Einblick in den Stierkampf :

http://www.pericles-pferdeschutz.ch/stierkaempfe.htm

Es gibt auch etliche Seiten, auf denen man sich über Protestaktionen informieren kann.

Belina

Autor:  Ashoka [ Do Jun 27, 2002 10:25 ]
Betreff des Beitrags: 

Hi Belina,

von dieser Ausnahme an der Grenze zu Spanien wusste ich nichts.

Ansonsten wollte ich wissen, wo der Unterschied liegt, zwischen den Stierkämpfen in Spanien und denen in Portugal. Dass der Stier auch in Portugal geschlachtet wird, war mir schon klar, denn das ist in Deutschland nicht anders. Jeder, der Rindfleisch ist, trägt zum Tode eines Rindes bei.

Auf der von dir angegebenen Seite steht wörtlich:
"Nachdem der Stier durch die vielen Attacken auf das Pferd müde geworden ist, treten die acht Forcados in Aktion. Sie stellen sich in einer Reihe hintereinander auf. Zuvorderst steht der Anführer, er trägt eine grüne Mütze und reizt den Stier mit Zurufen und Bewegungen. Nun wartet er den Angriff ab und springt zwischen die gepolsterten Hörner, dabei klammert er sich am Kopf fest. Während der Stier weitergaloppiert, halten sich auch die übrigen sieben Männer an ihm fest. Einer ergreift den Schwanz des Stiers, wobei sich das geplagte Tier im Kreis dreht, bis man es loslässt. Nun ist der Kampf zu Ende, der Stier wurde offensichtlich gebändigt und hat wie immer verloren. Eine kleine Herde von Ochsen mit kupfernen Kuhglocken wird in die Arena gelassen, um den Stier hinauszubegleiten. Während in der Arena den "Siegern" zugejubelt wird, zieht man draussen dem Stier die blutigen Pfeile und Spiesse aus dem Leib."

Wenn der letzte Satz nicht wäre, könnte man die Sache noch halbwegs durchgehen lassen. Aber einen Stier mit Pfeilen und Spießen zu quälen und zu verletzen, das ist barbarisch. Deshalb ist für mich jetzt geklärt, dass auch der portugiesische Stierkampf nicht besser ist als der spanische. Das wollte ich wissen. Das sind also alles Verbrecher. Schade.

Autor:  belina [ Do Jun 27, 2002 11:05 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo Apollo,

die Portugiesen versuchen durch das "nicht töten" der Stiere vermutlich besser dazustehen als die Spanier.
Aber sie sind, wie man sieht keinen Deut besser.
Tierkämpfe, egal welcher Art, die dem Vergnügen der Menschen dienen sind in meinen Augen einfach nur pervers und gehören verboten.

Belina

Autor:  Christine [ Do Jun 27, 2002 15:14 ]
Betreff des Beitrags: 

Jawohl, da bin ich ganz Eurer Meinung. Es ist eine bodenlose Sauerei :evil:
ganz egal, ob es nun Hahnenkämpfe, Hundekämpfe oder sonstiges ist.Man sieht da wieder einmal mehr, dass es nichts blutrünstigeres gibt als Menschen. Wenn die aufeinander losgehen, wissen sie wenigstens warum bzw. sind selber schuld. Mir dreht sich immer der Magen um, wenn ich lese, dass manche Völker (ich glaube das gibt es auch in Spanien) den Stieren Fackeln an die Hörner binden, bzw. diese mit Lappen umwickeln, dann anzünden und sich daran ergötzen, wie das arme Tier in seiner Panik herumrennt.

Liebe Grüße
Christine

Autor:  ngc7742 [ Do Jun 27, 2002 20:23 ]
Betreff des Beitrags:  Stierkämpfe

Hallo Freunde,
ich stehe grundsätzlich auf Seiten der Stiere. Selbst zu einem Stierkampf würde ich nie gehen. Überhaupt kann ich Tierkämpfe nicht leiden, die nur darauf zielen den Blutdurst der Menschen zu befriedigen. Im Moment ist grosses Thema in Deutschland ein ertränkter Dackelmischling. Das Foto will ich Euch ersparen. Die Belohnung liegt schon bei 3000,-- Euro und sie wird immer grösser, weil jeder will, dass der Täter gefasst wird. Tier einfach zu töten, nur weil sie im Weg sind, finde ich genauso widerlich. Wenn man schon sein Haustier nicht mehr haben will, kann man es in einem Tierheim abgeben oder eine Zeitungsanzeige aufgeben. Bei dem niedlichen Kerl, hätte sich bestimmt schnell ein neues Herrchen gefunden.

Hallo Christine,
Menschen wissen auch nicht immer warum sie aufeinander losgehen. Ich habe vorgestern den Themenabend von Arte gesehen. Es ging da um Selbstmordattentäter. Erfunden hatten diesen Typ Mensch eigentlich die Iraner. Die "Selbstmörder" mussten da allerdings vor den regulären Truppen im Irak-Krieg z. B. Minenfelder räumen. Die Black Tigers auf Sri Lanka greifen zwar nur militärische Einrichtungen an, im Gegensatz zu den Attentätern in Israel, aber sie haben eines gemeinsam:
Mit einer regelrechten Gehirnwäsche wurde ihnen eingeimpft, dass das, was sie tun richtig ist. Bei denen ist das Gehirn völlig ausgeschaltet. Die glauben tatsächlich daran, dass das Leben nach dem Tod besser ist, als ihr jetziges und sind ganz versessen darauf, ihr jetziges, vermeintlich schlechtes Leben hinter sich zu lassen.

Gruss
ngc7742

Autor:  Ashoka [ Do Jun 27, 2002 23:46 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich gebe es nur ungern zu, aber es gibt Stierkämpfe, die mir sehr gut gefallen haben. Dabei wurde stets der Idiot mit dem roten Lappen aufgespießt und durch die Luft gewirbelt. Bild Wenn ich dann die blöden Gesichter sehe, kann ich mich vor Lachen kaum noch halten. :lol: :lol: :lol:

Das einzige was mich ärgert ist, dass der Stier selbst in diesen Fällen ermordet wird. Dabei ist doch der Stier der Held, den man ehren sollte.

Autor:  belina [ Mi Jul 03, 2002 12:50 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich könnte es nicht ertragen, mir einen Stierkampf anzusehen.
Mir reicht es voll und ganz darüber zu lesen und schreiben.

Belina

Autor:  biGGs [ Mi Jul 03, 2002 13:29 ]
Betreff des Beitrags: 

ich weise auch mal auf die pferde hin. zwar haben sie rund herum schutz, allerdings bleiben verletzungen auch hier nicht aus und die seelische belastung für das tier halte ich für unzumutbar.

der stierkampf ist in meinen augen völlig sinnlos. alte traditionen, die denke ich aber mit den folge generationen verschwinden werden.

nun stellt sich die frage was würdevoller ist:

ein tot hinter verschlossener tür, wo das tier einen bolzen in den kopf geschossen bekommt, oder ein kampf in einer arena, wo es allerdings auch ohne chance immer den kürzeren zieht. beides finde ich an sich ziemlich beschissen.

an sich müßte man vegetarier werden...

phil

Autor:  Ashoka [ Mi Jul 03, 2002 14:34 ]
Betreff des Beitrags: 

Philipp Simon hat geschrieben:
an sich müßte man vegetarier werden...



Das ist leider wahr. Mit diesem Argument kann uns jeder spanische oder portugiesische Stierkampf-Fanatiker entwaffnen. Solange man selbst Fleisch isst, kann man sich über die Tötungsmethode nicht so richtig aufregen.

Wer z.B. Hummer ist, muss wissen, dass diese Tiere lebendig in heißes Wasser geworfen werden. Ist das nicht ekelhaft :?:

Ich will die Liste mit Ferkeln, Lämmern und Kälbern nicht fortführen. Aber die Tötung in Schlachthöfen ist um kein Haar besser als in der Arena. Da muss ich Philipp leider zustimmen. Mit diesem Argument kommt man nicht weit.

Dennoch ist Stierkampf zu verurteilen und sofort zu verbieten, alleine schon weil es eine Schande für uns Menschen darstellt. Ich schäme mich jedenfalls, dieser Gattung anzugehören, von Stolz keine Spur. :(

Autor:  biGGs [ Mi Jul 03, 2002 16:46 ]
Betreff des Beitrags: 

womit ich noch leben kann, sind auf dem bauernhof aufgewachsene artgerecht gehaltene tiere. ja gut geschlachtet werden diese natürlich auch, aber immerhin hatten sie bis dato ein akzeptables leben. die heutige massentierhaltung ist wohl das letzte.

da ich auch unter anderem fleischprodukte aus metro/aldi etc. kaufe, kann ich niemanden verurteilen, ohne mich selbst anzukreiden.

gut *g* mit stierkämpfen hat mein kurzes abschweifen nicht mehr viel zu tun, passte aber irgendwie dazu.

Hummer ess ich übrigens nicht. Ich kann es schon nicht haben, wenn ich das Tier vorher sehe und dann essen muss. Geschweige denn es noch selbst auseinander nehmen zu müssen. *schauder*

Wenigstens sind wir uns hier alle einig. Stierkämpfe sind scheisse!

Phil

Autor:  Hannibal [ Mi Jul 03, 2002 20:06 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich finde nicht, dass man das Töten eines Stieres in der Arena auch nur ansatzweise mit dem Töten eines Tieres im Schlachthof vergleichen kann.

Leider hatte ich einmal das zweifelhafte Vergnügen mir einen Stierkampf in Albufeira anzusehen (war nur dort, weil man mir versicherte, dass der Stier nicht getötet wird). Ich kann nur jedem abraten, dieser ensetzlichen Tierquälerei beizuwohnen. Daran ändert auch nichts, dass die gezeigte Reitkunst sehr beeindruckend ist.

Es gibt nur einmal eine Situation - und die wird offenbar bei jedem Stierkampf praktiziert - wo der Stier eine echte Chance hat. Dann, wenn sich etwa 7-8 junge Männer hintereinander aufstellen und den Angriff des Stiers erwarten. Die Männer versuchen dann mit ihren bloßen Händen gemeinsam den Stier zu Boden zu zwingen. Die ersten Männer in der Reihe kriegen da ordentlich was ab und müssen schon einen gewissen Mut beweisen. Aber wegen dieser Einlage braucht niemand hinzugehen, weil alles andere ist nur widerlich.

Es ist übrigens per Gesetz verboten und strafbar, einen Hummer lebend ins kochende Wasser zu werfen. Dem Hummer muß vorher mit einem Messer das Genick (oder was man dafür hält) durchgeschnitten werden. Dann wird er offenbar nicht mehr so schön rot, was aber auf den Geschmack keinen Einfluß hat.

Liebe Grüße
Hannibal

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